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Der Magnet und das Magnet-Dewargefäß
 Es sind verschiedene Magnete mit unterschiedlicher Feldstärke verfügbar. Die Klassifizierung der Stärke eines Magneten richtet sich nach der Frequenz der von Wasserstoffatomen ausgesandten NMR-Signale. Je stärker das Magnetfeld, desto höher ist diese Protonenfrequenz. Bei einem 500-MHz-Magneten (11,7 T) beispielsweise senden die 1H-Atome einer zur Analyse im Magneten platzierten Probe Signale mit einer sehr nahe bei 500 MHz liegenden Frequenz. Bruker bietet Magnete von 300 bis 1000 MHz an.
  Supraleitende Magnete sind Elektromagnete, d. h. sie basieren auf dem physikalischen Prinzip, dass ein elektrischer Strom ein Magnetfeld verursacht.  Der Magnetkern besteht aus einer großen Spule eines stromführenden Drahts in Gestalt einer Zylinderspule. Im Zentrum der Spule besteht ein sehr starkes statisches Magnetfeld. Die zu analysierende Probe wird in dieses Magnetfeld platziert.
Bei sehr tiefen Temperaturen weisen bestimmte Materialien Supraleitung auf – eine bemerkenswerte Eigenschaft. Durch supraleitende Drähte fließt Strom, ohne dass es einer speisenden Energiequelle (z. B. Batterie oder Netzanschluss) bedarf. Wurde eine supraleitende Schleife einmal unter Strom gesetzt, fließt dieser verlustfrei für alle Zeiten. Bruker-Magnete bestehen aus solchen supraleitenden Schleifen. Als einzige Wartungsmaßnahme ist bei solchen Magneten sicherzustellen, dass die Spule jederzeit in flüssiges Helium getaucht bleibt.
Der Magnet besteht aus verschiedenen Schichten. Das Außengehäuse des Magneten enthält ein Vakuum, die inneren Oberflächen sind verspiegelt (Thermoskannen-Prinzip). Die nächste Schicht bildet ein Stickstoffbad, das die Temperatur auf 77,35 K (-195,8 °C) absenkt. Ein Heliumtank, in den die supraleitende Spule eingetaucht ist, bildet die innere Schicht. Dieser Tank ist durch eine zweite Vakuumschicht gegenüber dem Stickstoffbad isoliert (siehe nachstehende Abbildung).
Supraleitender Magnet
1
Hier Probenkopf einführen
6
Heliumturm
2
Probenschacht
7
Metalldeckel
3
Stickstoffturm
8
Hier Probe einführen
4
Stickstoffstutzen
9
Vakuumkammer
5
Heliumstutzen
10
Magnet
Weiterführende Informationen
Raumtemperatur-Probenschacht
Heliumtank
Stickstofftank